13.01.2020

Für gestorbene Menschen zu beten, sie in Gottes Obhut zu wissen und um sie zu trauern ist eine wichtige Christenpflicht und wohltuende Erkenntnis. Am Umgang mit den Toten erkennt man die Stufe einer zivilisierten Welt. Auch der Tod vieler Menschen, die im Mittelmeer auf dem Weg nach Europa gestorben sind, darf nicht billigend in Kauf genommen werden, sondern ist zu beklagen. Es muß endlich ein Ende haben!

Pikant dagegen ist, daß zu einem ökumenischen Gedenkgottesdienst an die im Mittelmeer gestorbenen Migrationswilligen in der Münchner Frauenkirche der evangelische Bischof Bedford-Strohm und der katholische Kardinal Marx zugegen waren. Ausgerechnet die beiden Personen, die mit ihrer Finanzierung von Schlepperschiffen weiter dafür sorgen, daß im Mittelmeer gestorben wird – aufgeheizt durch die Werbung der Schlepperbanden, europäische NGOs würden sie schnell retten, so daß sie sich der Gefahr, auf seeuntüchtige Seelenverkäufer den Weg nach Europa anzutreten, ausetzen. Die beiden kirchlichen Amtsträger machen sich des Todes so vieler mit Anreizen fehlgeleiteter Menschen schuldig, wenn sie weiter nur auf Schlepperdienste setzen – und eben jene erdreisteten sich, für den „Kollateralschaden“ ihrer übergriffigen Einmischung in die Politik noch eine medienreife PR-Aktion zu machen! Es reicht!

In warmen Amtsstuben unter üppigem Gehalt eines Kirchenbeamten mag es sicherlich ein Einfaches sein, ein wenig Betroffenheit ob der eigenen fatalen Politik zu zeigen. So ist es auch im deutschen München sicher sehr bequem, ein bißchen „Ökumene“ mit dem orthodoxen Bischof Vasilios von Aristi und dem muslimischen Imam Idriz zu spielen – in Jerusalem am Tempelberg freilich wird das Kreuz schnell versteckt. Ehrlich aber ist nur die Trauer der Betroffenen – der Angehörigen der Toten, die den Verlust ihrer Söhne und Väter beklagen, den Betrug der Schlepper, die mit billiger Werbung Geld dafür erheischen und die Seelen der Menschen kaufen, die sich in Europa ein besseres Leben erhoffen; eine Phantasie, die viele mit ihrem Leben bezahlen. Sie klagen – und unter Inkaufnahme dieser Toten maßen sich satte europäische „Seenotretter“ noch eine moralische Überlegenheit an!

Anstatt das billige Spiel der Schlepper mitzufinanzieren und mitzuzelebrieren hätten die Kirchen so viel mehr Macht für wirklich helfende Maßnahmen: Interventionistische Investitionshilfen in afrikanischen Staaten statt Entwicklungshilfen mit dem Füllhorn an korrupte Staatslenker; anstatt Theologiestudenten nach Tansania zu schicken, wo sie sich begeistert steinzeitliche Kulturreste anschauen dürfen, die nur Armut hervorbringen, sollten flächendeckende Projekte zur Mädchen und Frauenbildung geschaffen werden; eine gesunde Bevölkerungsentwicklung durch Industrialisierung und Bildung schaffen ohne Angst vor Einmischung! Das Ende einer heuchlerischen doppelten Ethik des „Fair-Trade“-Siegels, stattdessen ein Kampf für faire Handelsabkommen mit allen afrikanischen Exportgütern, eine Handelspolitik auf Augenhöhe.

Aber diese unbequemen Maßnahmen sind natürlich nicht so einfach und medial billig umzusetzen wie die momentane Schleppereipolitik, welche die europäischen Bürger letztlich zu bezahlen haben. Zum Glück erkennen immer mehr Europäer diesen Irsinn der heuchlerischen Praxis der offenen Grenzen und leider werden wieder einmal die kirchlichen Amtsträger die letzten sein, die – fern schwebend abgehoben von Gemeinde und Realität – zur Einsicht kommen. Bezeichnend, oder?

– Dipl. Theol. Gregor Badeda, Stadtratskandidat Liste 4, Platz 2

08.01.2020

Die Altstadtfreunde haben Ihrer lange Spur der Heimatverbundenheit in Form von sanierten oder rekonstruierten Gebäuden in Nürnberg ein weiteres wichtiges Gebäude hinzugefügt.

Im Jahr 2002 wurde das ehemalige Gerberhaus in der Lederergasse 43 zum Abriss freigegeben, da es bereits instabil wurde. Nach Feststellung durch die Behörde, dass sich das Gebäude bereits um 30 Zentimeter neigte, mussten die verbliebenen Mieter Ihre Wohnungen sofort räumen. Der Verein kaufte das barocke Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, um es vor dem Abriss zu bewahren und um ein typisches Gebäude des Gerberviertels zu erhalten bzw. wieder herzustellen.

Die Substanz war völlig marode – was auch einen gewissen Vorteil hatte, da keine modernen oder provisorischen Elemente das Gebäude zum Nachteil veränderten und Ursprünge vernichtet hätten.

Es ist bereits das 19. Gebäude, das die Altstadtfreunde instandsetzen.

Es ist geplant, dass nach Fertigstellung im Herbst dieses Jahres 7 Wohnungen und eine Gewerbeeinheit das Gebäude wieder vitalisieren. Die Wohnungen sind bereits alle vergeben und sind zwischen 50 und 90 Quadratmeter groß.

Die Kosten werden sich nach Fertigstellung auf ca. 4 Millionen Euro belaufen. Nürnberg hat jedoch aufgrund der engagierten und zupackenden Arbeit der Altstadtfreunde ein markantes Gebäude gewonnen.

Dank an die Altstadtfreunde. Wir glauben, dass sich die gesamte Bürgerschaft über die Ergebnisse Ihrer Arbeit freut !

09.12.2019

Wieder ein Kotau vor den eingewanderten archaischen Kulturvertretern und die einheimische Nürnberger Bevölkerung verharrt leider weiterhin in Lethargie in Ihrer selbst gewählten Komfortzone.

Für Muslime ist es Brauch in Tüchern direkt in der Erde begraben zu werden.

Der integrationspolitische Sprecher der SPD – aus Nürnberg – Arif Tasdelen ( Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt der Bayerischen SPD) hat es geschafft.
Mit Unterstützung der Freien Wähler hat er die CSU „überzeugen können“, dass dieser – bislang in Bayern – nicht akzeptierte Beerdigungsvorgang zukünftig die bayerische Beerdigungskultur „bereichert“.
Allerdings müssen die Friedhofsbetreiber – üblicherwiese die Städte/Gemeinden – dieser Bestattung ohne Sarg zustimmen. An dieser vermeintlichen Einschränkung störten sich vor allem die Grünen.
Wer auf der Höhe der Zeit ist kann sich dem Argument der SPD nicht verschließen:
Gegenseitiger Wille zur Integration darf nicht vor dem Friedhofstor enden“, so Tasdelen.

Der Antrag der freien Wähler lautete sinngemäß: „Jeder Mensch hat ein Recht, nach seiner weltanschaulichen und religiösen Haltung bestattet zu werden.“

Islamische Regeln der Bestattung, die vielfach den Deutschen Beerdigungsvorschriften widersprechen:

Die Bestattung sollte möglichst noch am Todestag stattfinden können
Der Friedhof benötigt einen Raum für die rituelle Waschung
Das Gräberfeld muss ermöglichen, dass der Tote mit dem Gesicht nach Mekka weist.
Die Grabstätte muss ich in „jungfräulicher“ Erde befinden, in der noch keine andere Bestattung stattgefunden hat
Es wird ohne Sarg nur im leinenen Leichentuch bestattet
Es ist ein ewiges Ruherecht (Ewigkeitsgarantie) vorzusehen
Grabschmuck oder Grabpflege sind nicht üblich

Dem Beschluss des Landtages vom Oktober 2019 zur dieser Liberalisierung des Bestattungsrechts hat sich allein die AfD widersetzt und dagegen gestimmt.

Arif Tasdelen sagte nach der Abstimmung euphorisch: „Es ist ein historischer Tag für alle muslimischen und jüdischen Menschen in Bayern“.

Die Nürnberger SPD sieht in der Änderung „ein überfälliges Zeichen des Respekts vor den unterschiedlichen Bestattungstraditionen in einer immer diverseren Gesellschaft“.
SPD Stadtrat Ulrich Blaschke hat bereits einen Antrage gestellt, ein Konzept vorzulegen, damit die notwendigen Satzungsänderungen in der städtischen Friedhofsatzung vorgenommen werden können.

15.09.2019

Die Entwicklung war abzusehen“, klagt der Katholische Stadtdekan Hubertus Förster. Ja das waren sie wohl. Von den hohen Austrittszahlen der Kirchen ist die Rede.

Die Katholische Kirche erfreut sich noch nicht gänzlich ihrer völligen Verweltlichung wie ihr evangelischer Gegenpart und sicher, Frauendiakonat, Abschaffung des Zölibates und Beteiligung nichtgeweihter Personen sind wichtige Anregungen für eine „moderne“ Kirche, unbedacht aber auch Warnsteine des Zeitgeistes und ihrer schnellebigen Bewegungen.

Noch etwas Wichtiges sollte jedoch nicht fehlen: Wenn man „die Menschen so nehmen will, wie sie sind“ und nicht, „wie sie sein sollen“ (so Förster), dann muß auch endlich Schluß sein mit der Politisierung der Kirche und ihrer Anbiederung an den Mainstream der Regierung. Dort ist die Katholische Kirche in Deutschland ganz vorne dabei. Es wird den Mitgliederzahlen sicher nicht zugute kommen, wenn man seine Gemeinde ständig zu belehren hat, welche politische Meinung gerade auch als Christ opportun wäre.

Die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) macht gerade vor, wie es nicht geht: Mit einem eigenen Schiff zur „Seenotrettung“ will sie sich beteiligen an der Verführung junger Migranten, sich von Schleppern mißbrauchen zu lassen und wirren Hoffnungen nach Europa zu folgen. Während die harte Linie Italiens Migrationswillige aufhorchen ließ und die Zahlen abebbten, will sich die evangelische Kirche, die müde ist den christlichen Glauben zu verkündigen, mit billigem Moralismus letzte Aufmerksamkeit verdienen. Auf die Probleme Afrikas hinzuweisen, den Investitionsdruck zu erhöhen, den doppelethischen FairTrade-Weg in Frage zu stellen, die Rolle Chinas oder des Islams in Afrika zu verdeutlichen – nein, das wäre viel zu anstrengend und könnte auch „unangenehme“ Antworten geben. Stattdessen ist man vorne dabei und verdient sich ein wenig moralischen Ablaß im Mittelmeer, auf den Kosten für die Aufnahme bleiben freilich die europäischen Steuerzahler sitzen, wenn die Asylträume ausgeträumt sind und die Abschiebung droht ist die evangelische Kirche auch schon ganz weit weg und macht weiter bunte Fernsehbilder an anderer Stelle. Heuchelei at its best.

Die Katholische Kirche kann ihren Zauber erhalten und Leuchtturm unseres Abendlandes sein. Aber dafür muß sie vor allem das sein, wofür sie gegründet wurde: Eine authentische Verkündigerin des Glaubens mit rührigen Pfarrern vor Ort und keine Moralininstanz mit satten Funktionären als politische Diener. Ihr ökumenischer Partner ist eine gute Schule, wie man die Kirchen besonders intensiv leerpredigt.

– Gregor Badeda

23.08.2019

Die Bertelsmann Stiftung will aufgrund ihres Religionsmonitors festgestellt haben, daß nahezu jeder zweite den Islam als Bedrohung wahrnimmt und starke Zweifel an einer „Bereicherung“ durch diese Religion bestehen. Schon laufen die Relativierungsmaschinerien wieder heiß und versuchen diese Wahrnehmung mit einem Ost-West-Gefälle oder einer grundsätzlichen Ablehnung etwaiger Minderheiten durch fingierte Personengruppen zu entschuldigen.

Mit diesem seit Jahren praktizierten Procedere jedoch wird man dem Problem nicht Herr: Der Islam hat ein Imageproblem; wer dies auf Vorbehalte z.B. in Ostdeutschland schiebt, der wird spätestens dann in Erklärungsnot geraten, wenn er nachweisen muß, warum es eine ähnliche Abneigung z.B. gegenüber vietnamesischen ehemaligen Gastarbeitern der DDR oder grundsätzlich anderen Religionsgruppen nicht gibt.

Fakt ist: Überall, wo der Islam vorherrscht, herrschen Zustände in Menschenrechts- und Religionsfragen, die in Deutschland mit dem Grundgesetz nicht vereinbar wären. Weltweit werden Anschläge im Namen des Islam verübt und angehörige anderer Religionen teilweise auch staatlicherseits verfolgt. Apostasie ist ein todeswürdiges Verbrechen in vielen islamischen Ländern, Christen dürfen als solche nicht öffentlich auftreten oder werden behördlich schikaniert. Und auch in Deutschland fallen Moslems immer wieder besonders durch Forderung nach Beachtung ihrer Speisevorschriften oder Festzeiten im öffentlichen Leben unseres säkularen Staates auf. Nicht zuletzt durch das Zurückdrängen christlicher Feste, z.B. das Umbenennen von Christkindlsmärkten in „Wintermärkte“, wird das Gefühl einer kulturellen Konkurrenz spürbar, die durch die Masseneinwanderungen seit 2015 weiter befördert wurde. Warum ausgerechnet die politische, in ihrer Tradition agnostische Linke den Islam hofiert, bleibt Teil ihrer vielen Widersprüche.

Religionskritik gehört seit der Aufklärung zum Bestandteil europäischer Anschauung. Wer Kritik am Islam als „Islamophobie“ zurückweist, fällt genau hinter diese Errungenschaft zurück. Westlich orientierte Moslems sollten sich dieser Kritik endlich stellen und Seite an Seite mit Islam- und Religionskritikern für den Schutz des christlichen Abendlandes und der säkularen Staatskultur demonstrieren – denn in diese Welt sind sie eingewandert und das Wertschätzen dieser Werte ist die Bringschuld fremder Gäste und mögen sie noch so lange in Europa leben; genau diese Werte haben Europa zu dem wohlhabenden Erdenteil gemacht, in den einzuwandern es sich lohnte. Abzulehnen dagegen ist eine ständige einseitige „Rassismusanklage“ seitens Islamverbänden, beständige Relativierung oder dogmatische Haarspalterei. Wer vorweisen kann, daß es einen weltoffenen, pluralen und demokratischen islamischen Staat nach westlichem Vorbild gibt, wird sich dieser Illusion zunächst alleine hingeben müssen. Europa wird jedenfalls nicht die Spielwiese sein, es auszuprobieren.

Die AfD ist der einzige glaubwürdige Anker für den Erhalt der Bekenntnisfreiheit in Europa, des Säkularismus und Wertschätzung unserer traditionellen christlichen Kultur mit kritischem Bewusstsein.

– Gregor Badeda

23.08.2019

In Nürnberg leben mehr Nichtchristen als Christen, zumindest was die Amtskirchen betrifft. Alleine im Halbjahr verloren die Kirchen in Nürnberg 2000 Mitglieder.

Es gibt viele Ursachen für das Phänomen. Einige werden gerne auch kirchlicherseits eingeräumt: Große Organisationen haben es in einer pluralistischen Welt schwer. Das ist richtig. Auch die Altparteien, Vereine und Gewerkschaften haben mit Überalterung und Abwanderung zu kämpfen. Daß die Kirchen als Millionenbetrieb besonders leiden, kann nicht in Abrede gestellt werden. Auch Mischehen und laue Taufdisziplin bei Geburten tun sicher ihr übriges neben medienspektakulären Skandalen.

Das evangelische Motto „Profil und Konzentration“ (PuK) will die Sichtbarkeit der Kirche auch bei niedrigen Mitgliederzahlen erhalten. Der Pfarrer vor Ort und die Seelsorge sind deutlich wichtiger als pompöse (und peinliche) Kirchentage und eigentlich könnten die Pfarreien gar nicht genug tun, um die Gläubigen mit verschiedensten Angeboten zu binden. Mitglieder, die Aufgaben bekommen und in christlichen Gemeinschaften zusammenkommen, sind ihrer Kirche stärker verbunden; Gottesdienste am Sonntagmorgen dagegen sind in unserer Arbeitswelt zunehmend unattraktiv – warum muß das „Abend-mahl“ auch heute noch in der Frühe stattfinden?

Für die Kirchenaustritte gibt es aber auch andere Indizien, die seitens der politisierten Kirchen nicht gerne erwähnt werden: Der christliche Glaube ist nicht nur für viele Menschen irrelevant geworden, auch die Kirche sieht sich zunehmend als moralische und politische Instanz, die sich regierungstreu dem linksgrünen Mainstream hingibt. Die Kirchenoberen gefallen sich in moralinsauren Predigten zur Tagespolitik und geben sich dem Katechismus des „Kampf gegen Rechts“ hin, ja fungieren auch zum Sprachrohr des Islam, der für Christen nur Verachtung übrig hat und Christen in seinen Ländern verfolgt. Da der christliche Glaube vermeintlich unglaubwürdig wirkt, versuchen die Kirchen mit der Politisierung und Ethisierung ihre Relevanz zu erhalten. Luther aber hat den Menschen damals sicher nicht „auf’s Maul geschaut“, nur um es ihnen dann zu stopfen! Die Predigt der Freude des Evangeliums, die Annahme aller Menschen als Sünder und gerade das Schaffen eines entpolitisierten Raumes in unserer Zeit wären wünschenswerte Aufgaben der Kirche.

Das Erwachen wird böse: Linke und grüne Organisationen haben – das zeigt die Geschichte – kein Intersse am Erhalt der kirchlichen Strukturen. Die Amtskirchen sollten ihr Bündnis dringend, schon im Anbetracht der Mitgliederentwicklung, überdenken oder noch viel besser: sich der Politik vollständig entsagen und statt über Gender-Mainstreaming über die heilige Schrift wahren.

Die AfD setzt sich für die Trennung von Kirche und Staat ein, schätzt aber die christliche Tradition und Geschichte unseres Abendlandes. Ein Mißbrauch kirchlicher Strukturen für die Politik liegt uns fern.

– Gregor Badeda

25.07.2019

Zweifelsohne besitzt Nürnberg höchste Bedeutung für die europäische Geschichte. Aber nicht nur die Geschichte. Wie beim Vorgänger 2010 (Essen) wird die Meisterung des Wegfalls alter Industrien und kreative Schaffung von Neuem deutlich, z.B. bei der Kulturwerkstatt auf AEG. Mit dem Slogan „Past Forward“, zu Deutsch „Vergangenheit Vorwärts“ bewirbt sich unsere Stadt als Europäische Kulturhauptstadt 2025 (1, 2) und damit zum 40jährigen Jubiläum des Konzeptes (3).

Aber was bringt es, Kulturhauptstadt zu sein? Wie steht der Aufwand zum möglichen Ertrag?

Projektiert sind Kosten von 85 Millionen (4). Mehr als bei Konkurrent Hannover (70 Mio), aber weniger als bei Konkurrent Chemnitz (90 Mio). Die Finanzierung erfolgt üblicherweise aus einem Mix, mit ca. 30 – 50% Anteil der Kommune.
Als Vergleich: Die Vorbereitungen 1988 kosteten Berlin 27 Mio €, 1999 Weimar 45 Mio € indirekt insgesamt: 2 Mrd. €(!), 2010 Essen ca. 81 Mio (5).
Bei Mitbewerber Chemnitz könnte das herrschende Stadtparlament in Relotiusmanier versucht sein, die erfundene „Hetzjagd“ noch weiter politisch zu instrumentalisieren. Für Hannover fehlen solche Ansatzpunkte; allerdings ist der Auswahlprozess undurchsichtig und intransparent, und die endgültige, für Ende 2020 erwartete Entscheidung wird gerne im Nachhinein, mit teilweise bemüht wirkenden Argumenten, begründet.

Die Frage nach der Sinnhaftigkeit muss gestellt werden, denn es sind fast ausschließlich Steuergelder, die hier verwendet werden. Ein Verantwortungsbewusstsein der Stadt gegenüber ihren Bürgern (und dem Land) ist mehr als geboten. Vor dem Hintergrund vielfältiger, brennender kommunaler Probleme (z.B. Obdachlosigkeit und Wohnungsnot) gibt es weit sinnvollere Einsatzgebiete – besonders für eine hochverschuldete Stadt wie Nürnberg.
Allerdings: die Mittel sind gebunden. Somit wäre das Konzept generell, bzw. die bereits entschiedene Teilnahme zu hinterfragen – die versenkten Kosten bei erfolgloser Bewerbung dürften bei ca. 3-5 Mio € liegen.
Eine Bürgerbefragung zum Thema hätte im Vorfeld für Klarheit sorgen können, bzw. eigentlich auch müssen. Bei entsprechend offener Gestaltung des Fragebogens hätten vielleicht auch andere Präferenzen der Bürger zum Vorschein kommen können.

Eine erfolgreiche Bewerbung kann Teil einer modernen Sanierungsstrategie sein.(3) Und es gibt genügend Ansatzpunkte für Nürnberg, besser zu werden, bzw. zu lange Liegengebliebenes endlich anzupacken. Dazu zählen neben harten Infrastruktur-Problemfeldern natürlich die bekannten kulturhistorischen Großbaustellen.

Zu indirekten Positivnutzen für die Einwohner der Stadt soll der eigentliche Kernauftrag erfüllt werden, definiert allgemein als:

  • den Reichtum und die Vielfalt der Kulturen in Europa hervorzuheben
  • die kulturellen Eigenschaften zu würdigen, die den Europäern gemein sind
  • bei den Bürgern Europas das Gefühl stärken, einem gemeinsamen Kulturkreis anzugehören
  • den Beitrag der Kultur zur Entwicklung von Städten unterstützen

Nürnberg hat aufgrund seiner Geschichte eine sehr große Verantwortung. Als Kulturhauptstadt könnte sie außerordentliche Symbolkraft entfalten.

Am Beispiel des Faschismus warnt Nürnberg vor dem Entstehen und dem Aufstieg totalitärer Systeme.
Statt hier rückwärtsgerichtet und einseitig den Blickwinkel im Sinne des herrschenden Systems einzuengen, muss mottogetreu („Past Forward“) die Aufgabe sein, Lehren für die Zukunft zu ziehen. Und besonnen vor den Gefahren auch der anderen totalitären Ideologien wie Sozialismus, bestehendem Linksextremismus, importiertem religiösen Radikalismus und aufkommendem Öko-Fanatismus zu warnen und damit glaubhaft neutral zu handeln. Wünschen wir den Initiatoren den Mut dazu, und eine weise Hand. Damit Nürnberg als echte Stadt der Menschenrechte, gegen Unterdrückung von Meinungsfreiheit, gegen Unterdrückung von Frauenrechten, gegen Unterdrückung politisch Andersdenkender, und damit für die auf europäischem Boden erreichten Freiheits- und Bürgerrechte unserer säkularen Gesellschaft ein angemessenes und vor allem leider wieder notwendiges Signal setzen kann.

Man darf die Hoffnung nicht verlieren.
Wir als AfD freuen uns darauf, das Projekt zukünftig im Stadtrat zu begleiten, und mindestens die Verwendung der Mittel aufmerksam und kritisch zu begleiten. Damit es nicht ein Projekt für Wenige einer Elite und zur Befriedigung persönlicher Eitelkeiten wird, sondern begründbar und nachweisbar dauerhafte Benefits auch für die Bürger Nürnbergs schafft.

  1. https://www.n2025.eu/documents/N2025_Infoflyer_A5_de.pdf
  2. https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/«past-forward»-nürnbergs-kulturhauptstadt-«bausteine»/ar-AAEHuVM?ocid=sf
  3. https://ec.europa.eu/programmes/creative-europe/actions/capitals-culture_de
  4. https://www.nordbayern.de/kulturhauptstadt-programm-wird-85-millionen-euro-kosten-1.9134935
  5. https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/IzR/2012/11_12/Inhalt/DL_Prossek.pdf?__blob=publicationFile&v=2

11.07.2019

Das Pilatushaus, ein Bürgerhaus aus der Spätgotik, das der Stadt Nürnberg gehört, steht seit 2012 leer, weil die Statik nicht mehr passt. Absicherungsmaßnahmen im Gebäude wurden schon vor Jahren vorgenommen.

Es liegt an einem der schönsten Plätze von Nürnberg, dem Tiergärtnertorplatz.

Das viergeschossige Fachwerkgebäude mit einer interessanten Vorgeschichte ist somit nicht mehr bewohnbar, obwohl dies von außen nicht unbedingt erkennbar ist.

Inzwischen wird diskutiert, ob die Stadt dieses fast 500 Jahre alte Gebäude nicht an die Altstadtfreunde im Rahmen eines Erbaurechtsvertrages abgibt.

(Grund und Boden bleibt bei der Stadt, das Gebäude würde dann den Altstadtfreunden gehören).

Die Sanierungkosten werden in der Größenordnung von 5,6 Millionen Euro grob geschätzt. Ein unglaublich hoher Betrag, der erfahrungsgemäß im Laufe der Bauzeit noch steigen kann.

Es liegt auf der Hand, dass die Altstadtfreunde diese Summe mit privaten Spenden nicht stemmen können. Es würde auch, im Vergleich zum Pellerhof, nichts Neues geschaffen.

Ohne erhebliche Zuschüsse und Darlehen mit Sonderkonditionen von Dritten (z.B. Denkmalschutz, Städtebauförderung, und anderen),ist die gewaltige Sanierung nicht zu stemmen. Es muss erwartet werden, dass die Stadt Nürnberg diesmal einen spürbaren Beitrag beizusteuern hätte.

Die Stadt muss sich des steigenden Touristenaufkommens bewusst sein; diese reisen vermehrt mit Kreuzfahrtschiffen an, nicht deshalb kommt, um neuzeitliche Gebäude zu sehen, sondern begeistert sind von der historischen Altstadt und der Burgkulisse. Das Pilatushaus gehört als beliebtes Fotomotiv absolut dazu.

Es wäre eine Schande, wenn sich die Stadt wieder so verhalten würde, wie bei der Wiederherstellung des Pellerhofes. Dort wurde das “Stadtsäckel” nicht aufgemacht, da es damals insbesondere der Stadtspitze nicht ins politische Bild passte. Anfänglich sollte der Pellerhof als Mahnmal des Krieges erhalten bleiben. Der Pellerhof ist noch dazu im Eigentum der Stadt und die Altstadtfreunde haben mit viel Kraft und Überzeugungsarbeit Millionen an Spenden eingeworben: zum Wohle und für das Eigentum der Stadt.

Diskutiert wird im Moment, wie eine Nutzung des Pilatushauses nach Sanierung aussehen könnte. Es ist zu hoffen, dass hier ein Konsens gefunden werden kann, der auch sicherstellt, dass nach der Sanierung Erträge erwirtschaftet werden können, die einen Beitrag zur Schuldentilgung und zum Erhalt des Gebäudes leisten können.

Fatal wären politisch beeinflusste, wenig ertragreiche Vermietungsvorgaben.

Die AfD wird den Verlauf weiter verfolgen und hofft, dass dieses “Haus zum geharnischten Mann” (so hieß es früher), mit Hilfe und Unterstützung der Stadt in gute Hände kommt.

21.06.2019

Die Stadt gewährt nach langem Streit um die Kirchweihumzüge 60% Beihilfe – zu wenig, meint die AfD Nürnberg. Auf die traditionserhaltenden Vereine kommen horrende zusätzlichen Kosten zu. So sollen TÜV-Abnahmen und Genehmigungen eingeholt werden. Sicherheitspersonal und zusätzliche Feuerwehreinsätze werden nun für die Umzüge erforderlich. Die Vereine arbeiten allerdings völlig unkommerziell, ohne Gewinn mit dem diese Sicherheitsanforderungen bezahlt werden könnten.

Auch die darin enthaltene Deckelung der Baumeinholungskosten auf 200€, steht in keinem vernünftigen Verhältnis zu den tatsächlichen Kosten. So müssen Kärwaburschen i.d.R. unter Aufopferung mehrerer Tage den Baum vorbereiten, während die Feuerwehr den Ablauf beobachten muß – ein solcher Einsatz läßt die städtische Beihilfe schnell dahinschmelzen!

Für den Erhalt der fränkischen Traditionen, die so manchem Stadtpolitiker scheinbar nicht sehr am Herzen zu liegen scheinen, sollen folglich Menschen, die ohne Gewinnerzielungsabsicht allein zu unserer Freude tätig sind, sogar noch zur Kasse gebeten werden.

Ein weiterer Schlag – in der Agenda der Kämpfer für „Vielfalt und Toleranz“ – gegen unsere Identität und unsere über Generationen weitergereichten und gepflegten Traditionen.

Die Veranstalter der Kirchweih in Reichelsdorf haben angesichts der Belastungen bereits das Handtuch geworfen.

Die NN berichtete am 28.05.1029: „Ohne Kultur und Tradition gibt es nichts.“

Auch deshalb möchte die AfD unsere Traditionen und unsere Kultur erhalten.

21.06.2019

Aus gegebenem Anlaß setzt sich der Ortsverband Knoblauchsland zur Zeit mit diesem Flyer für den Erhalt der Kirchweihumzüge ein: